14. August 2011 - Oelsnitz
Wer unser Sommerfest im Lindenpark in Oelsnitz besuchte, der durfte neben einer guten Tasse Kaffee oder einem Glas Bier auch viel Wissenswertes tanken. Dafür sorgte eine ganze Reihe von Ständen. Uwe Hergert, der Energiebeauftragte des Vogtlandkreises, listete in punkto erneuerbarer Energien 18 Biogasanlagen sowie 116 Fotovoltaikanlagen auf. Vertreten war das Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach des Vogtlandkreises, welches Kindern und Erwachsenen an zwei Kreativständen die Thematik alternativer Energien näher brachte. Es fehlte selbst nicht die handgemachten Marmeladen aus Pausa.
Die Bundestagsabgeordneten Michael Leutert und Ulrich Maurer äußerten sich zu energiepolitischen Themen. Leutert sprach sich für einen Energiemix an erneuerbaren Energien aus. Allerdings müsse auch gewährleistet sein, dass die Gesellschaft mit die Verfügungsgewalt über diese Energie haben müsse. Deshalb sei es wichtig, dass die Stadtwerke als Unternehmen in kommunaler Hand blieben. Ulrich Mauerer vertrat die Ansicht, dass die Menschheit es längst allein mit der lieben Sonne haben könne, wenn das nicht die Atomlobby verhindere.
Es präsentierten sich weiterhin der VVN-BdA Vogtland, die IG Metall, der Deutsche Kinderschutzbund, die Energieagentur Sachsen, Cuba Si und das Bürgerforum Sozialkultur. Der Kreisverband präsentierte sich mit seinem Informations- und Bücherstand, der Jugendorganisation Linksjugend (Solid) und führte ein amüsantes Frauenrätsel durch.
Für kurzweilige Unterhaltung der großen und kleinen Besucher sorgten „ Monija und Mr. Phönix “ aus Plauen. Ständig von Kindern in Beschlag genommen war die Hüpfburg, Torwand und Glücksrad. Als Gäste konnten die Veranstalter auch Genossinnen und Genossen aus dem benachbarten Kreisverband Hochfranken und dem Kreisverband Erzgebirge begrüßen.
Michaele Wohlrab - Kreisvorsitzende
16. April 2011
Das Bündnis „Nazifrei in Plauen“ ruft zum friedlichen Protest gegen den Naziaufmarsch am 16. April 2011 auf.
Unter dem Vorwand, der Opfer der Bombardierung Plauens im April 1945 zu gedenken, planen Nazis in Plauen zu marschieren. Damit versuchen sie, ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologie zu verbreiten. Die Nazis wollen dabei ausgerechnet die historische Route der friedlichen Revolution von 1989 für ihren Aufmarsch missbrauchen. Wir dürfen nicht zulassen, dass an diesem Tag die Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Folgen verherrlicht oder verfälscht werden. In jüngster Vergangenheit gab es mehrere Naziaufmärsche in Sachsen, ob im Februar in Dresden oder im März in Chemnitz. Ein breites demokratisches Spektrum aus Gewerkschaften, Initiativen, Kirchen, Parteien, Vereinen und vielen Einzelpersonen haben sich den Nazis entgegen gestellt. Das Bündnis ruft alle Vogtländerinnen und Vogtländer dazu auf, sich an der Gegenkundgebung zu beteiligen und den Neonazis am 16. April friedlich und entschlossen entgegen zu treten. Setzt ein klares Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und Toleranz!
01. Mai 2011
Der 1. Mai, der „Kampftag der Arbeiter“ war auch ein guter Tag für uns LINKE im Vogtland, denn uns gab es im Fernsehen zu betrachten. Das machte die zentrale Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds auf dem Altmarkt in Plauen möglich, bei der wir mit drei Ständen zu „Mindestlohn und Gesundheitswesen“ und vor allem unserer „Schwester Anne mit der roten Schwalbe“ dabei waren. Gerade unsere Genossin Anne Wohlrab fuhr mit ihrem Aufsehen erregenden roten Gefährt buchstäblich in die Linse der Fernsehkameras. Im MDR-Sachsenspiegel um 19 Uhr war Schwester Anne für die Zuschauer nicht nur eindeutig im Bild, sondern auch im Kurzinterview zu verfolgen. „Das Gesundheitswesen kränkelt, deshalb bin ich heute hier, um mit der Schwalbe darauf aufmerksam zu machen“, sagte die junge Genossin in die Kamera.
Schön, dass diese Botschaft nun weit über das Vogtland hinaus Gehör finden kann. Möglich machte das die Zusammenarbeit zwischen dem Kreisvorstand, der AG Wahlen und Kampagnen und den Plauener Genossen. Auch sonst fanden viele der an den Ständen verteilten roten Tüten mit unseren Standpunkten rege Abnehmer. Erwähnenswert ist auch die große Zahl an Genossinnen und Genossen aus allen Teilen des Kreisverbandes, die den Weg nach Plauen fanden.
15. Januar 2011
Am 15. Januar fand bei einer stattlichen Kulisse von 160
Personen Falkenstein am Denkmal von Karl Liebknecht die
Rosa-Luxemburg-Ehrung des Kreisverbandes Vogtland-Plauen statt.
Parteivorsitzende Gesine Lötzsch und Fabian Blunck, der Jugendpolitische
Sprecher des Landesverbandes Sachsen, stellten in ihren Beträge die
Sicht auf Rosa und ihr Wirken in die heutige Zeit dar.
Gesine Lötzsch forderte auf, über die gesellschaftliche Alternativen zum
Kapitalismus nachzudenken. „Unsere Vorstellungen von einer gerechten
Gesellschaft bewegt viele Menschen im tiefsten Inneren.“ Deshalb sei
dringend nach Antworten zu suchen, wie eine solche Gesellschaft aussehen
könnte und wie man sie erreicht. Für die Partei DIE LINKE ist die
Alternative zum Kapitalismus der demokratische Sozialismus. Ein Baum ohne
Wurzeln verliere seine Blätter. Auch die Partei habe Wurzeln, dazu gehören
vor allem die führenden Köpfe Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
Am Anfang stand das „Kommunistische Manifest“-Karl Marx und Friedrich
Engels beschrieben eine Vision, wie das wirtschaftliche, politische,
gesellschaftliche und private Leben sein müsste. Gesine Lötzsch betonte:
„140 Jahre später wartet diese Hoffnung noch immer eingelöst zu werden –
eine gerechte Welt für alle Menschen.“ Rosa Luxemburg sah die Möglichkeit
und Notwendigkeit, eine sozialistische Zukunft bereits in der Gegenwart zu
organisieren.
Nach Fabian Bluncks Worten sei der Auftrag Rosa Luxemburgs, soziale und
politische Rechte nicht voneinander zu trennen. „Es ist die historische
Aufgabe, wenn man an die Macht gelangt, anstelle der bürgerlichen
Demokratie eine sozialistische zu schaffen – nicht jegliche Demokratie
abzuschaffen. Diese sozialistische Demokratie beginne nicht im gelobten
Land als farbiges Weihnachtsgebäck für das brave Volk, das die handvoll
sozialistischer Diktatoren unterstützt hat. Sie beginne in der eigenen
Partei. Dabei sei es abträglich anders lautende Meinungen als
„parteischädigend“, „Wahlkampf“ und „unwahr“ abzuwerten.
Eröffnet und geschlossen wurde die Ehrung mit jeweils einem Zitat von Rosa
Luxemburg. Das Ehrengebinde am Denkmal von Karl Liebknecht legten
gemeinsam Bundesvorsitzende Gesine Landtagsabgeordnete Andrea Roth,
Kreisvorsitzende Michaele Wohlrab und Rolf Steiniger, Vorsitzender der BO
Falkenstein. Den musikalischen Schwung verabreichten der
Freiluftveranstaltung die zehn Trommlerinnen und Trommler der „Drumband“
aus dem hochfränkischen Münchberg.
Neujahr 2011
Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freunde,
Ich wünsche allen Genossinnen und Genossen, Sympathisanten sowie Freunden für das kommende Jahr 2011 alles erdenklich Gute sowie Kraft und Gesundheit.
Das neue Jahr hat begonnen und wird wieder ein Jahr werden, wo wir LINKEN gefordert sind und Position beziehen müssen. Zahlreiche Arbeitskämpfe gab es im letzten Jahr in Plauen und in anderen vogtländischen Unternehmen, wie Neoplan, MAN Roland und Phillipps in Plauen, der ENKA in Elsterberg, der NEMA in Netzschkau. Unser Vogtland blutet aus!
Die Kommunen geraten immer mehr in finanzielle Not. Die Linke sieht den Freistaat besonders hart von den Sparplänen der Bundesregierung betroffen. Es handelt sich nicht um ein Sparpaket, sondern um ein Kürzungspaket, welches immer wieder die Ärmsten unter der Bevölkerung am meisten zu spüren bekommen. Unsere Kommunalpolitiker sind bei ihren Entscheidungen zu den kommunalen Haushalten und zum Kreishaushalt besonders gefordert! Zeigt Courage!
Mit der Debatte um den Programmentwurf unserer Partei ist der Prozess der Gründung unserer Partei DIE LINKE in seiner letzten Phase. Viel wurde schon in den örtlichen Verbänden darüber diskutiert, dennoch liegen dem Kreisvorstand noch zu wenige Meinungsäußerungen vor.
Mit vielen Kampagnen, Unterschriftensammlungen oder Spontanaktionen waren wir im letzten Jahr präsent, unsere Internetplattformen sind aussagekräftiger geworden, in der Presse wurden wir mehr wahrgenommen. Es zeigt sich, wenn man sich traut zu schreiben, wird es auch zum großen Teil in den Medien abgedruckt. Hier kann sich jeder Genossen oder Kommunalpolitiker aktiv einbringen. Den Weg der ständigen Präsenz im gesamten Vogtland, durchaus auch mit unkonventionellen Mitteln, werden wir im nächsten Jahr weiter fortführen. Mit einem Projekt, welches sich der Gesundheitsversorgung der Bürger im Vogtland widmet, Auswirkungen aber auch Vorschläge für eine bessere flächendeckende Versorgung aufzeigt, werden wir ins neue Jahr starten. Bei allen Vorhaben ist die Hilfe durch die Genossen vor Ort, die Kenntnis von kommunalen Problemen oder neuen Ideen gefordert. Zu wenig müssen immer noch zu viel machen.
In einigen Kreisverbänden stehen bereits jetzt die Kandidaten für die kommenden Wahlen 2013/14 fest. Auch wir sollten uns jetzt ernsthaft Gedanken machen, wen wir ins „Rennen“ schicken werden. Der Kreisvorstand bittet die örtlichen Verbände bis Mitte nächsten Jahres, ihm schon feststehende Kandidaten zu nennen. Auf Grund unserer bekannten Altersstruktur sollen wir weiterhin auf junge und neue Gesichter setzen, Sympathisanten ansprechen, fördern und bekannt machen. Ein gesunde Mischung aus „Jung“ und „Alt“, Spontanität und Lebensweisheit tut unserer Partei sicher gut.
Aber wir sollten auch unsere Schwachpunkte nicht verschweigen. Trotz mehrerer Aufrufe mit der Bitte um Mitarbeit ist es uns nicht gelungen, eine selbstständig agierende Arbeitsgruppe „Antifaschismus“ zu bilden. Ein weiterer ist die politische Bildung. Wenn niemand an angebotenen Veranstaltungen teilnimmt, bleibt unser Beschlussentwurf von Buchwald ein Stück geduldiges Papier!
04. September 2010
Am 4. September vor einem Jahr starben in Kunduz/Afghanistan
bei einer von der Bundeswehr veranlassten Bombardierung auf zwei
Tanklaster auch über Hundert Zivilisten. Alles Männer jeden Alters, die
einem Beruf nachgingen und Kinder sowie Familien zu versorgen hatten und
auch Kinder. Leider waren sie zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie
wurden in kriegerische Handlungen mit einbezogen und kamen dabei
unschuldig zu Tode.
Diesen Opfern gedachten wir heute mit einer Plakat-Menschenkette in der
Friedensstraße in Reichenbach, die die AG Wahlen und Kampagnen
initiierte und den der Kreisvorstand sowie der örtliche Verband
Reichenbach personell unterstützte.
Wir hielten den vorbeifahrenden Autos Plakate mit Namen, Beruf und
Anzahl ihrer Kinder hin, wie das von Khodaidat Abduluahhab, ein 20
Jahre alter Bauer mit zwei Kindern. Ähnlich tat dies die
Bundestagsfraktion. 15 Genossinnen und Genossen beteiligten sich an
der knapp eineinhalbstündigen Aktion. 1000 Autos fuhren in dieser Zeit
vorbei, da die Friedensstraße zurzeit auch als Umleitungsstrecke nach
Greiz dient und Zubringer nach Zwickau ist.
21. August 2010

„Gemeindeschwester Anne“ kommt mit der Schwalbe
Die Schwalbe war echt und die das Moped lenkende Krankenschwester ebenfalls. In Anlehnung an die einstige „Gemeindeschwester Agnes“ in der DDR war die ausgebildete Krankenschwester Anne Wohlrab mit ihrem knallroten Moped Sondergast am Festgelände an der Göltzschtalbrücke. Mit dieser Überraschung, so versicherte Kreisvorsitzende Michaele Wohlrab gegenüber den Gästen, wolle die Linke im Vogtland auf die ungerechten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen aufmerksam machen. Demnach soll die Obergrenze für Zuzahlungen entfallen und die Krankenversicherungsbeiträge auf 15,5 Prozent steigen.
Dieses Missverhältnisse hatte zuvor schon Katja Kipping, stellvertretende Bundesvorsitzende der Linkspartei, aufgegriffen. Sie kritisierte die 30-Euro-Säumnisprämie, die diejenigen Versicherten „aufgebrummt“ bekommen, die den Krankenkassenzusatzbeitrag für 2010 nicht bezahlen. „Wichtig ist es gegen den nicht gerechtfertigten Zusatzbeitrag Protest auf breiter Basis zu führen“, betonte sie.
Landtagsabgeordnete Andrea Roth kam verspätet zum Sommerfest, da sie am Autokorso der Bürgerinitiative „Lärmschutz“ zur Blockade der Autobahn A 72 teilgenommen hatte. 110 Fahrzeuge blockierten auf einem Kilometer Strecke den Verkehr blockiert. „Vom Lärm geschädigte Bürgerinnen und Bürger sind auf die Straße gegangen“, betonte sie. Auch in Plauen sei während der Blockade der Verkehr teilweise zum Erliegen gekommen.
Mit dabei als Gäste waren neben dem Patenkreisverband Hochfranken auch Vertreter der böhmisch-mährischen Kommunistischen Partei. Barbara Merlawa und Josep Vojtova wiesen in ihrem Grußwort auf die bevor stehenden Senatswahlen hin. Zum Unterhaltungsprogramm gehörte Live-Musik mit einer Band sowie „Zeitlupen-Judo“ von Kerstin und Steffen Kühn aus Triebel. Die Gruppe attac-Vogtland war mit der Aktion „Letztes Hemd“ am Fest vertreten sowie MOVE, der Kinderschutzbund, der Eine-Welt-Verein, Cuba Si, die IG Metall, das Sozialforum Göltzschtal, die Linksjugend solid und weitere.
Ronald Dietel - Plauen
Gelegen im sächsischen Vogtland, an der Grenze zu Böhmen, Bayern und Thüringen, umfasst er das Gebiet des Vogtlandskreises inklusive der Stadt Plauen und ist in 32 örtliche Verbände mit ca. 600 Mitgliedern untergliedert.
Im Jahr 1996 entstand der 1.307 Quadratkilometer große Vogtlandkreis aus fünf Landkreisen, bestehend aus 17 Städten und 30 Gemeinden. Inmitten des Kreises liegt mit einer Größe von 102 Quadratkilometer die Stadt Plauen, die auch Sitz der Kreisverwaltung ist.
Aufgrund unserer geographischen Lage pflegen wir freundschaftliche Partnerschaft mit dem Kreisverband der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens in Cheb sowie den Kreisverbänden DER LINKEN Nürnberg und Oberfranken.
Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan! Ich appelliere an die Abgeordneten des Bundestages: Sagen Sie Nein zur Verlängerung des Mandats für den Krieg in Afghanistan. Respektieren Sie das Friedensgebot und das Verbot von Angriffskriegen im Grundgesetz. - Druckvorlage für eine Unterschriftenliste (PDF-Datei, 31 kB) zum Download.
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