Gründungsdokument der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung Sachsen

Wissen und Bildung haben in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts einen wachsenden Stellenwert. Der Bildung, verstanden als Prozess der individuellen und institutionalisierten Aneignung und Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, kommt daher eine zentrale Bedeutung bei der strategischen und alltagspolitischen Ausrichtung linker Gesellschaftspolitik zu. Linker Bildungspolitik muss es dabei in erster Linie um die Herstellung von Chancengerechtigkeit gehen, um eine freie und selbstbestimmte Entwicklung aller zu gewährleisten, sowie eine mündige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Bildungsinhalte und –Prozesse müssen auf diesen Anspruch hin überprüft werden. Angesichts einer zunehmenden Ausrichtung der Bildungslandschaft an den kurzfristigen Verwertungsinteressen der Privatwirtschaft und den sozial selektiven Wirkungen der derzeitig dominierenden Bildungspolitik, deren Ziel es ist, die soziale Spaltung zu vertiefen, muss die DIE LINKE alternative Politikangebote unterbreiten. Da aber Bildungspolitik und damit die Gestaltung der Bildungspraxis hauptsächlich eine Aufgabe der Bundesländer ist, kommt dem Landesverband, neben der Landtagsfraktion, bei der Formulierung dieser alternativen bildungspolitischen Grundsätze eine Schlüsselrolle zu. Zur Beförderung und inhaltlichen Profilierung der bildungspolitischen Diskussion innerhalb und außerhalb des Landesverbandes Sachsen der Partei DIE LINKE hat sich die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung Sachsen neu formiert. Sie versteht sich zugleich als selbständige Untergliederung der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung der Partei DIE LINKE.

Die LAG Bildung verfolgt die nachstehenden Ziele.
- Die LAG Bildung Sachsen ist ein inhaltlich arbeitender Zusammenschluss, der an Bildungspolitik Interessierten Mitglieder und SympathisantInnen des Landesverbandes Sachsen der Partei DIE LINKE.
- Die LAG Bildung Sachsen stellt sich daher das Ziel einen gewichtigen Beitrag bei der Erarbeitung der Grundsätze für eine alternative linke Bildungspolitik in Sachsen und bei der Formulierung und Diskussion der entsprechenden programmatischen Dokumente zu leisten.
- Die LAG Bildung Sachsen setzt sich mit sozialen Wirkungen von Bildungspolitik auseinander (z.B. Stichwort: Lernmittelfreiheit), nimmt Stellung zu aktuellen bildungspolitischen Diskussionen und wirkt entsprechend in die Parteiöffentlichkeit und darüber hinaus.
- Die LAG Bildung Sachsen verfolgt einen ganzheitlichen bildungspolitischen Ansatz, d.h. unter der Maxime des lebenslangen Lernens, sollen alle Aspekte der Bildungspolitik von der frühkindlichen Bildung bis zur Erwachsenenbildung Berücksichtigung finden. Die LAG Bildung Sachsen setzt sich daher auch mit jenen Bereichen auseinander, die bisher weniger im Blickpunkt der bildungspolitischen Diskussion standen, wie z.B. die Berufs-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Die LAG Bildung sucht bildungspolitisch Aktiven aus verschiedenen Bereichen einen Koordinierungs- und Handlungsrahmen zu geben. In besonderer Weise angesprochen werden dabei die Fraktionen von Gemeinden und Kreistagen, Gewerkschaften, Interessenvertretungsstrukturen von Eltern, Schülern Lehrer und Auszubildenden, sowie Studierendenvertretungen und freie Träger der Jugendbildung.
- Die LAG Bildung Sachsen bietet die Kooperation und Zusammenarbeit mit anderen Landesarbeitsgemeinschaften an, wo inhaltliche Schnittmengen bestehen.
- Die LAG Bildung Sachsen unterstützt und begleitet die Weiterentwicklung des alternativen Landesentwicklungskonzeptes bezüglich der bildungspolitischen Inhalte und begleitet die bildungspolitischen Initiativen der Landtagsfraktion.
- Die LAG Bildung Sachsen führt bildungspolitische Veranstaltungen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, den Fraktionen, örtlichen Parteigliederungen und den Abgeordnetenbüros durch.

- Die LAG Bildung Sachsen formuliert auf der Grundlage dieser Zielstellungen jeweils ein Jahresarbeitsprogramm.

LAG Bildung

Am Sonnabend, den 17.11.2007 hat sich in Dresden die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung gegründet. Der Versammlung lag folgende Tagesordnung zugrunde.

Vorgeschlagene Tagesordnung:

1. Stand der Mitgliedergewinnung
2. Diskussion und Verabschiedung der vorgelegten Satzung und GO
3. Diskussion der inhaltlichen Schwerpunkte der weiteren Arbeit (erste Gedanken für einem Arbeitsplan)

3.1. frühkindliche Bildung
3.2. schulpolitische Schwerpunkte
3.3. linke Hochschulpolitik in Sachsen
3.4. soziale Aspekte der Bildungspolitik (z.B. Lernmittelfreiheit)
3.5. lebenslanges Lernen/Erwachsenenbildung

4. Gestaltung der inhaltlichen Zusammenarbeit mit der Landtagsfraktion (insbesondere mit dem Arbeitskreis III) Einbringung bei der weiteren Gestaltung des ALEKSA-Prozesses
5. Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft
6. Wahl der SprecherInnen der LAG (laut Satzung - siehe Pkt. 2)
7. Diskussion und Verabschiedung der Gründungserklärung
8. Sonstiges

Als Sprecherinnen wurden Julia Bonk, Veronika Petzold und Dr. Dirk Wagner gewählt.

Dokumente

Gründungserklärung
Satzung
Geschäftsordnung
Eintrittserklärung

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