Landesarbeitsgemeinschaft „Linke Unternehmer“

Am 26.02.2008 wurde die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) „Linke UnternehmerInnen“ im „Haus der Begegnung“ in Dresden gegründet. Diese Gründung erfolgte auf der Basis des § 4 der Landessatzung DIE LINKE Sachsen. Als Mitglieder haben sich 51 Personen eingetragen, davon 39 Parteimitglieder.

Die Arbeitsgemeinschaft arbeitet auf der Grundlage einer diskutierten und beschlossenen Satzung.

Die LAG will durch ihre Arbeit einen Beitrag zur wirtschaftspolitischen Willensbildung der Partei, Entwicklung entsprechender Programmatik und Strategie aus der Sicht und Interessenlage von Klein- und Mittelständigen Unternehmen (KMU), Freiberuflern und Selbständigen leisten. Sie wirkt durch ihre Arbeit gezielt an Projekten der Partei DIE LINKE mit und koordiniert den fachlichen Austausch von wirtschaftspolitischen Erfahrungen und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene. Die LAG bietet den Raum für einen öffentlichen Diskurs der Positionen der Partei DIE LINKE Sachsen zu aktuellen Themen der Wirtschaftspolitik.

In ihrer Weltanschauung linke UnternehmerInnen, die den gegenwärtigen wie zukünftigen Fragen aufgeschlossenen gegenüberstehen, gibt es wirklich! Auch sie möchten bei der Gestaltung der neuen linken Partei aktiv mitwirken, die Partei „Die Linke“ stärken.

Für welchen Personenkreis ist das zutreffend?
In vielen Fällen sind es Menschen, die sich auf Grund ihres zurückliegenden Berufslebens bereits mit linker Politik identifizieren und aus den verschiedensten Gründen einen Ausweg aus der drohenden bzw. erfahrenen Arbeitslosigkeit suchten. Aber es sind auch Personen, die ihre Selbstverwirklichung als höchste Form der Bedürfnisbefriedigung (nach Maslow) in der selbstständigen Tätigkeit zu finden glaubten. Nicht alle hatten das Glück, dieses erstrebenswerte Ziel zu erreichen.

Selbstständigkeit ist mit vielen Entbehrungen und Risiken verbunden, wenn ein Unternehmen neu gegründet und aufgebaut werden soll. Diese Thematik wäre jedoch Diskussionsstoff für ein gesondertes Seminar und sprengte diesen Rahmen.

Welche Kompetenzen können nun linke Unternehmer in unsere Partei einbringen?
- Fachkompetenz sonst besteht kein Unternehmen bzw. keine Organisation
- Methodenkompetenz
- Sozialkompetenz – im Rahmen der Anleitung und Führung von Menschen
- Lernkompetenz – Unternehmer müssen immer lernfähig sein, wollen sie Erfolg haben.
Insofern können linke Unternehmer zu einer spürbaren Bereicherung in unserer Partei beitragen.

Die Wirtschaftpolitik der Partei sollte sich auf die Stärkung des Mittelstandes, konzentrieren. Dazu gehören vor allem die Bestandspflege bestehender, die Gründung neuer KMU sowie die Gestaltung intensiverer Kooperationsbeziehungen zu deren besseren Potenzialausnutzung. Als strategische Schwerpunkte wären dabei zu nennen:
- Die Entwicklung eines Wirtschaftmodells, das auf einem demokratischen Sozialismus mit menschlichem Antlitz basiert und bei dem soziale Gerechtigkeit weitestgehend verwirklicht wird.
- der Aufbau regionaler Wirtschaftsstrukturen,
- der Ausbau branchenbezogener Wirtschaftszentren,
- die Entwicklung von innovativen Zukunftstechnologien

Unsere Partei kann sich dabei auf bestehende diese Thematik betreffende Dokumente und Erkenntnisse beziehen, wie z.B. das „Alternative Landesentwicklungskonzept Sachsen“ (Aleksa) oder das Spiegelinterview Oskar Lafontaine`s vom 25.06.07. Diese gilt es umzusetzen und mit Leben zu erfüllen.

Unser Ziel muss es sein, eine moderne auf die Zukunft ausgerichtete Volkspartei in ganz Deutschland schaffen zu wollen.
Aus diesem Grunde muss Wirtschaftspolitik ein ständiger Bestandteil unserer Parteiarbeit sein, um vor allem auch unseren Wählern und Sympathisanten aktuelle und zukunftsweisende Antworten auf ihre Fragen geben zu können!

Die Stärkung der ökonomischen Basis unserer Partei durch freiwillige Unterstützungen (Veranstaltungen, Spenden) durch linke UnternehmerInnen soll hier nur ergänzend erwähnt werden.

Andreas Hartmann

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