Hier können frauenpolitisch interessante Pressemitteilungen oder Artikel aus regionalen und überregionalen Presseerzeugnissen veröffentlicht werden.

Bitte möglichst per email an ingrid.heyser@gmx.de

oder Ingrid Heyser Dieselstr.41 02625 Bautzen

Lisa Landesfrauenkonferenz am 14. Mai 2011

Feministisch – sozialistisch

Bericht von der Landesfrauenkonferenz am 14. Mai 2011 in Chemnitz

[TOP]

Warum treten wesentlich weniger Frauen als Männer in DIE LINKE ein? Warum finden wir zu wenige Kandidatinnen für Funktionen in der Partei und in den kommunalen Vertretungen? Warum sinkt der Frauenanteil in der Partei auch in unserem Landesverband langsam, aber kontinuierlich seit Jahren? Warum haben bei den letzten Wahlen deutlich weniger Frauen DIE LINKE gewählt als noch vier oder fünf Jahre zuvor?

Alles Fragen, die die Vorstände der Partei auf allen Ebenen beschäftigen, bzw. beschäftigen müssen. Noch Mitte der 90-er Jahre galt Frauen- und Gleichstellungspolitik als ein Markenzeichen der PDS. Was hat sich verändert? Sind wir durch die Arbeit, in den Parlamenten, aber auch durch die häufige Beschäftigung mit uns selbst eine „stinknormale“ Partei geworden oder sehen die nach der Wende Geborenen die Probleme der Gleichstellung /Gleichberechtigung nicht mehr? Verdrängen andere politische aber auch persönliche Probleme diese Sichtweisen?
Alles Fragen, die auf der Landesfrauenkonferenz am 14. Mai in Chemnitz intensiv diskutiert wurden. Trotz geringer Beteiligung fand ein umfassender Gedankenaustausch zu den Schwerpunkten:
- Kritik am vorliegenden Programmentwurf aus feministischer Sicht,
- Wege zur Erarbeitung eines Gleichstellungskonzeptes für den Landesverband und
- Verständigung über unsere Vorstellungen zu einer Frauenstruktur der LINKEN
auf hohem Niveau und mit Sachkompetenz statt.

Viele Probleme waren schon zur Bundesfrauenkonferenz der Partei vergangen Herbst in Leipzig angesprochen worden. Die Sprecherin für Gleichstellung und feministische Politik des Landesvorstandes, Stefanie Götze, hatte an Hand vorliegender Zahlen und Statistiken speziell aus Sachsen sowohl die Entwicklung der letzten Jahre als auch den aktuellen Stand analysiert. So sind besonders durch die Zusammenlegung der Kreisverbände nach der Kreisgebietsreform deutliche Entwicklungen sichtbar. Drei Kreis-, bzw. Stadtvorstände sind nicht mehr quotiert. Nur 2 von 13 Vorsitzenden sind Genossinnen. In der Landtagsfraktion ist der Vorstand mit deutlich mehr Männern als Frauen besetzt (7/3), obwohl 15 der 29 Landtagabgeordneten weiblich sind, die Spitzenpositionen werden generell durch Genossen bekleidet, nur 2 der 10 wissenschaftlich-parlamentarischen Mitarbeiter/-innen in der Fraktion sind Frauen. Das alles sind zwar auf den ersten Blick Äußerlichkeiten, aber sie machen eine Tendenz sichtbar, die sicher auch von unseren Wählerinnen beobachtet wird.
In einer interessanten und produktiven Arbeit in der Konferenz wurden Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen zusammengetragen, aus denen bis zum Sommer der Entwurf des Gleichstellungskonzeptes des Landesverbandes Sachsen entstehen soll, das dann dem „Kleinen Parteitag“ und den Kreisverbänden zur Diskussion unterbreitet wird.
Dabei wurden bewährte Formen wie Frauentouren oder auch ein spezieller Frauenwahlkampf genauso mit angesprochen wir Kulturveranstaltungen nur für Frauen, Mädchentreffs in den Großstätten und natürlich die Beteiligung am „Girls’day“. Die Öffentlichkeitsarbeit, die Zeitungen und Werbematerialien müssen ebenso auf ihre Wirkung, wie auch auf ihre Sprache kritisch geprüft werden. Auch das Auftreten unserer Politikerinnen und Politiker muss unter die „lila“ Lupe genommen werden.

Es kommt aber auch darauf an, eine deutlich bessere Vernetzung der Frauen in der Partei zu erreichen. Dazu soll ein Frauen-Newsletter erstellt und über einen entsprechenden Verteiler verschickt werden. Auch dürfen wir die Genossinnen, die nicht elektronisch erreichbar sind, nicht abkoppeln.

Landesfrauenkonferenzen im Ein- oder Zweijahresrhythmus müssen die Ergebnisse analysieren und Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit ziehen. In diesem Sinne war die Landesfrauenkonferenz eine gelungen Veranstaltung, zu der die Kreis- und Stadtvorstände noch breiter hätten einladen können.

Denn: „Links ist feministisch oder nicht links“ – bleibt unsere Überzeugung.

Lisa Frauen - Arbeitsgemeinschaft

| Textversion
SUCHE

Kontakt

Rico Schubert
Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Großenhainer Straße 101
01127 Dresden
T 0351 - 85 32 725
M 0170 - 56 24 837

rico.schubert(at)dielinke-sachsen.de

Pressemitteilungen

Pressedienst

Startseite | Impressum | Kontakt | Sitemap | Forum | Weblog | Lesezeichen hinzufügen: