| Dresden-Nazifrei-Büro von Polizei gestürmt |
Zirka 100
Polizeikräfte in voller Kampfmontur haben zum späten Abend des 19. Februars
das „Haus der Begegnung“ gestürmt. Darin befindet sich neben
einem Rechtsanwaltsbüro auch die Stadtgeschäftsstelle der LINKEN Dresden.
Der Grund ist die angebliche Verabredung zu einer Straftat.
Obwohl sich zur entsprechenden Zeit Mitarbeiter in den Räumlichkeiten
befanden, unter anderem auch Mitglieder des Deutschen Bundestags, wurden Türen
eingetreten und mindestens 1 Person durch die Einsatzkräfte verletzt. Der
durch die Polizei verursachte Sachschaden ist derzeit noch unklar.
Tagsüber war die Polizei nicht in der Lage, weiträumige Gebiete Dresdens unter Kontrolle zu bekommen, woraufhin tausende Demonstranten erfolgreich den Naziaufmarsch blockieren konnten.
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Der innenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Landesvorsitzende der LINKEN, Rico Gebhardt, sagte zum SEK-Einsatz im Dresdner „Haus der Begegnung“:
Man kann sagen, es war Unfähigkeit, auch Unfähigkeit, das richtige Objekt zu finden, denn es war das falsche Gebäude. Verständlicher, aber keinesfalls besser, wird der Einsatz vielleicht durch sich verdichtende Vermutungen, dass sein Auslöser der sächsische Verfassungsschutz war. Im Ergebnis dieses völlig fehlgeschlagenen Einsatzes des LKA bleiben Fragen offen, wie z.B. Gibt es im LKA ein Führungsvakuum und eine Überforderung des neuen Leiters? War das LKA wirklich Erfüllungsgehilfe des Verfassungsschutzes? War der Einsatz des SEK verhältnismäßig? Wer trägt die Verantwortung? Wir sind gespannt auf die Antworten des Innenministers.
Für die Durchsuchung dieser Gebäude war mithin keine(!) Durchsuchungsanordnung gegeben. Zudem begrenzte die erteilte richterliche Anordnung die Durchsuchung ausdrücklich auf die Räumlichkeiten des Vereins „Roter Baum e.V.“. Dennoch wurden rechtswidrig die Büros der Partei DIE LINKE und eine Privatwohnung durchsucht, das Büro eines Rechtsanwalts und von zwei interkulturellen Vereinen aufgebrochen und durchsucht. Da dies ohne richterliche Anordnung geschah, war die Durchsuchung rechtswidrig. Wir werden rechtliche Schritte gegen Durchsuchung und Beschlagnahmen einleiten sowie Schadensersatzansprüche gegen den Freistaat Sachsen geltend machen. |
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Der innenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und Landesvorsitzende der LINKEN Rico Gebhardt erklärt:
Zugleich freue ich mich, dass die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des LKA die Ermittlungen wegen des Nazi-Überfalls auf das alternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden-Löbtau übernommen hat. Die Aufarbeitung des 19. Februar in Dresden steht erst am Anfang: Angesichts von über 150 verletzten Demonstranten und 82 verletzten Polizisten muss das offensichtlich gescheiterte Sicherheitskonzept von Stadt und Polizeiführung auf den Prüfstand. Zu den Schlussfolgerungen sollte gehören, dass künftig friedliche Nazigegner wie das Bündnis „Dresden Nazifrei“ von den Behörden auch in Dresden als Partner und nicht als Störer betrachtet werden.“ Der Rechtsanwalt der Partei DIE LINKE, André Schollbach, fügt hinzu: „Ich freue mich, dass wir einen ersten Erfolg erzielen konnten.
Wir werden nun die Rechtswidrigkeit dieser Durchsuchung gerichtlich feststellen lassen, sowie Schadensersatzansprüche gegen den Freistaat Sachsen geltend machen.“ |
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Großrazzia gegen Dresdner Linkspartei und Vereine sorgt für Wirbel
http://www.freiepresse.de
Falsches Gebäude gestürmt? Weiterhin Kritik am SEK-Einsatz im "Haus der Begegnungen"
http://www.dnn-online.de
Linke: Einsatzkommando stürmte falsche Haus
http://www.bild.de
Polizei verwechselt bei Razzia Hausnummer:
http://www.mdr.de/sachsen/dresden/8259969.html" target="_blank
Nebenbei eine Razzia im Parteibüro:
http://www.sueddeutsche.de/politik/polizeiaktion-in-dresden-nebenbei-eine-razzia-im-parteibuero-1.1062874" target="_blank
Empörung über robusten Polizeieinsatz bei Linken:
http://www.bild.de
Zeit für juristische Scharmützel:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/zeit-fuer-juristische-scharmuetzel/" target="_blank
Polizei unterlaufen offenbar Fehler bei Durchsuchung: http://www.mdr.de/sachsen/8254861.html
Polizei stürmt Parteizentrale der Linken und das Jugendhaus vom Roten Baum:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2693419" target="_blank
Landeskriminalamt durchsucht Pressebüro von Dresden-Nazifrei:
http://dnn-online.de
Extreme Rechte aus ganz Europa mobilisieren für den 19. Februar 2011 zu einem Aufmarsch nach Dresden. Der Aufmarsch, der im letzten Jahr erstmalig erfolgreich blockiert wurde, hat sich in den letzten Jahren zum größten, regelmäßig stattfindenden Treffen von Alt- und Neonazis entwickelt.
Jens Thöricht, Kreisgeschäftsführer und Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE. Sachsen, erklärt hierzu:
DIE LINKE. Görlitz fordert alle demokratischen Kräfte auf, sich an den vielfältigen Protestaktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch am 19.02.2011 in Dresden zu beteiligen. Wir als LINKE unterstützen das Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer!“.
Für die Anreise zu den Protestveranstaltungen wurden in Zusammenarbeit mit Vereinen und antifaschistischen Gruppen der Region Busse nach Dresden organisiert.
Weitere aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte den Internetseite antifa.dielinke-sachsen.de und www.dresden-nazifrei.com
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31.01.2011
Dem braunen Spuk ein Ende setzen!
Mobilisieren gegen Naziaufmärsche
Auch
diese Jahr wollen Nazis das Gedenken an die Bombardierung Dresden ausnutzen, um
einen Opfer-Mythos ihre Geschichtsumschreibung unter das Volk zu bringen.
Am 31.01.2011 mobilisierten DIE LINKE und die Linksjugend [’solid] gegen
die drohenden Nazi-Aufmärsche. Die Linksjugend-Basisgruppe „Roter Stern“
Dresden-Ost und Mitglieder der Linksjugend Dresden organisierten und
unterstützen
die Mobilisierungs-Aktion, bei der auch die Bundestagsabgeordnete Katja Kipping
und die Dresdner Stadträte André Schollbach und Tilo Kießling
anwesend waren und die Bürger über die Aufmarsch-Pläne der Nazis
aufklärten.
Die Bombardierung Dresdens, die eine Folge der Nazi-Kriegspolitik war, darf von den Nazis nicht missbraucht werden, um deren menschenfeindliche Ideologie zu verbreiten.
Wir
werden den Naziaufmarsch am 19. Februar mit dem Mittel des zivilen Ungehorsam
friedlich und gewaltfrei blockieren, weil es wichtiger ist, die Demokratie zu
schützen, als diejenigen marschieren zu lassen, die versuchen die demokratische
Grundordnung abzuschaffen.
Um möglichst viele Menschen auf die Straße zu bringen, sind alle Antifaschisten aufgerufen, weiter tatkräftig mit Infoständen, Plakatierungen und Materialverteilung zu mobilisieren.
| Wir rufen alle Dresdnerinnen und Dresdner
dazu auf, sich ab 08:30 Uhr an den beiden Brückenköpfen der Marienbrücke zu versammeln. |
Größere Kartenansicht |
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16.02.2011
Blockaden und Kundgebungen haben die Nazis erheblich gestört. Die massiven Kontrollen und Absperrungen der Polizei konnte uns nicht davon abhalten, uns den Nazis entgegen zu stellen. So haben wir es geschafft, dass die Marschroute der Nazis um die Hälfte verkürzt wurde. Den verbotenen Mahngang auf den Spuren der NS-Täter konnte die Polizei nicht ganz verhindern. 250 Menschen nahmen am geplanten Treffpunkt an einer Spontankundgebung teil. Ein weiterer positiver Aspekt war, dass die Nazis auch deutlich weniger Teilnehmer als erwartet mobilisieren konnten – ihre erhoffte Signalwirkung für den 19. Februar ist verpufft. Wir werden die Nazis dort blockieren, wo sie marschieren! Deshalb hat sich das Bündnis „Dresden-Nazifrei“ auf verschiedene Situationen vorbereitet, um den Erfolg des letzten Jahres zu wiederholen. Um das Konzept für alle transparent zu machen, wurden mögliche Szenarien erarbeitet, die ihr auf den angefügten Karten ansehen könnt:
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Wir danken allen, die sich den Nazis entgegengestellt haben und hoffen, dass wir euch am 19. Februar auf der Straße wiedersehen!
Alle Bilder zum 13. Februar gibt es in unserem Flickr-Stream:
Fotos: Robert Wünsche, Max Kretzschmar, Uwe Schaarschmidt, Gisela Scheder-Wedekind
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07.02.2011
Hierzu treffen wir uns um 11.00 Uhr am Comeniusplatz. Ab 14.00 Uhr rufen wir alle Dresdener und Dresdnerinnen dazu auf, sich gemeinsam den Nazis in den Weg zu stellen (Kundgebung). Auf dem Friedrich-List-Platz (am Hauptbahnhof) werden wir unser Recht auf Protest in Sicht- und Hörweite des angekündigten Fackelmarsches der Nazis wahrnehmen und dem geschichtsverfälschendem Treiben der Nazis die Stirn bieten.
Meldet einen Vertreter oder Vertreterin der Gruppe, die am 13. Februar nach Dresden kommen, bitte mit einer Handynummer an kontakt@dielinke-sachsen.de (damit euch am 13. Februar Informationen zugesendet werden können) Hier erhaltet ihr am 13. Februar 2001 nützliche Informationen:
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Der Landesvorstand der sächsischen LINKEN unterstützt den Aufruf
2011 – Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist!
Für 2011 haben die Nazis angekündigt, mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden durchzuführen. Seit Jahren versuchen die Nazis die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen. Wir werden nicht akzeptieren, dass die Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Wir lehnen jede Leugnung und Relativierung der deutschen Schuld an Vernichtungskrieg und Holocaust ab. Wir sind uns bewusst, dass sich die Nazis ihr Großereignis nicht einfach nehmen lassen. Deshalb werden wir uns auch 2011 wieder den Nazis durch Aktionen des zivilen Ungehorsams mit Massenblockaden entgegen stellen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern. Wir werden uns weiterhin bei Versuchen der Kriminalisierung solidarisch zueinander
verhalten. Wir stellen uns gegen jeden Versuch, antifaschistischen Protest als
„extremistisch“ zu bezeichnen. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Hier kannst du den Aufruf unterzeichnen: |
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Auch Du strickst rote Mützen für den 13. Februar in Dresden!
Wir unterstützen daher die Nazi-Blockaden mit Material, logistischer Unterstützung, Mobilisierungs- und Aktivierungsveranstaltungen. Trotzdem möchten wir euch alle um Mithilfe bitten und rufen euch auf: Strickt rote Mützen! Diese können wir dann am Tag selbst verteilen – vielleicht mit dem einen oder anderen Material bzw. Button gespickt, um deutlich zu machen, dass wir uns mit allen solidarisieren, die am 13. Februar den Weg nach Dresden finden und gemeinsam blockieren. Der Kreisverband, der bis 1. Februar die meisten Mützen an uns schickt, bekommt von uns eine tolle Überraschung. Bitte macht alle mit und schickt die Strickwaren bis zum 1. Februar an die Landesgeschäftsstelle in Sachsen oder gebt sie vorher in eurem Kreisverband ab, damit sie an uns weitergeleitet werden können.
Wir danken euch schon jetzt für die konkrete Unterstützung! Landesgeschäftsstelle DIE LINKE. Sachsen
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17.01.2011 Frau Orosz, prüfen Sie alle rechtlichen Möglichkeiten! Die Dresdner SPD-Stadtvorsitzende Sabine Friedel, der Vorsitzende der sächsichen LINKEN, Rico Gebhardt und der Generalsekretär der sächsischen SPD, Dirk Panter beim gemeinsamen Plakatekleben für den 13. Februar 2011 in Dresden.
Auf einer gemeinsamen Beratung am Montagabend haben der geschäftsführende Landesvorstand der sächsischen LINKEN und der Fraktionsvorstand der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag über die Aktivitäten zum 13. und 19. Februar in Dresden diskutiert. „Wir möchten die Dresdner Oberbürgermeisterin, Frau Orosz ermutigen, bereits im Vorfeld alle rechtlichen Mittel zu prüfen und auszuschöpfen, damit die Nazis das Gedenken an die Opfer des 13. Februar nicht mehr für ihre revanchistischen Ziele missbrauchen können“, erklärten André Hahn, der Vorsitzende der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, und Rico Gebhardt, Vorsitzender der sächsischen LINKEN gemeinsam. Sie verwiesen dabei auf erfolgreiche Konzepte in mehreren anderen Städten wie z. B. Wunsiedel oder Leipzig.
„An den Menschenketten werden sich auch in diesem Jahr führende Politiker der sächsischen LINKEN beteiligen“, erklären die beiden Politiker und fügen hinzu: „Zugleich unterstützen wir alle friedlichen Protestaktivitäten, die an beiden Tagen gegen den Nazi-Aufmarsch geplant sind.“ |
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