Konferenz der LINKEN zum Herbst 1989 am 28. März in Dresden

Der Landesvorstand der sächsischen LINKEN diskutierte in der Sitzung 6. Februar 2009 die von der Arbeitsgruppe „Herbst 1989“ unter Leitung der Landesvorsitzenden Dr. Cornelia Ernst entstandenen Thesen „20 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR – 20 Thesen“. Die Thesen sollen auf der am 28. März in Dresden stattfindenden Parteikonferenz „Wir sind das Volk! - Der Herbst 1989 in Sachsen“ diskutiert werden. Dazu erklärt die sächsische Landesvorsitzende Dr. Cornelia Ernst: „Die friedliche Revolution im Herbst 1989, in deren Folge gravierende gesellschaftlich Umwälzungen in ganz Europa stattfanden, hat große historische Bedeutung. Auch für DIE LINKE., denn ohne sie würde es uns heute als pluralistische, demokratische, antistalinistische und sozialistische Partei in Gesamtdeutschland nicht geben. Sachsen wiederum hat eine ganz besondere Bedeutung für die friedliche Revolution, waren es doch vor allem die Menschen in Sachsen die für mehr Demokratie auf die Straße gingen. Der Herbst 1989 war alternativlos. Auch wir, DIE LINKE, bekennen uns dazu. Mit dieser Konferenz setzen wir eigene Akzente der Bewertung der Ereignisse von 1989 und der Sicht auf das was die DDR war oder nicht war. Im Gegensatz zu anderen Parteien setzen wir uns mit den Deformationen und Fehlern der Jahre vor 1989 auseinander, nicht nur auf einer Konferenz. Die 20 Thesen sollen am 28. März breit diskutiert werden.“

In einem persönlichen Essay, der am 13. März in der Sächsischen Zeitung publiziert wurde, fordert die sächsische Landesvorsitzende Dr. Cornelia Ernst: Die DDR-Geschichte darf nicht dämonisiert werden

Unter dem Titel Perspektiven veröffentlicht die Sächsische Zeitung kontroverse Essays, Kommentare und Analysen zu aktuellen Themen. Texte, die aus der ganz persönlichen Sicht des Autors Denkanstöße geben, zur Diskussion anregen sollen. Heute schreibt die Vorsitzende von Sachsens Linkspartei, Cornelia Ernst, über den Umgang von Ost- und Westdeutschen mit der Vergangenheit. Damit antwortet sie auf einen Beitrag von CDU-General Michael Kretschmer, der für „kollektive Vergebung“ wirbt.
Vor der Konferenz lehnen Dr. Cornelia Ernst ebenso wie Prof. Dr. Peter Porsch und Prod. Dr. Gerhard Besier die Bezeichnung Unrechtsstaat für die DDR ab. Zwar sei die DDR «in der Tat kein Rechtsstaat» gewesen, allerdings sei der Begriff Unrechtsstaat eine moralische Kategorie, mit der der DDR jegliche Legitimierung abgesprochen werden werde.  

Dokumente

20 Thesen: "Der Herbst ´89 in Sachsen"

Statement von Dr. Cornelia Ernst auf der Pressekonferenz am 26.3.2009

Essay von Dr. Cornelia Ernst

Einführungsbeitrag zur Konferenz von Werner Bramke, Historiker

Essay von Bernd Rump in Sachsens Linke

Berichterstattung und Dokumentation der Redebeiträge

Hinweise

Deutsche Werkstätten Hellerau
Moritzburger Weg 68
01109 Dresden

Ablauf der Konferenz

Anfahrt Karte

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