Anlässlich der Pressekonferenz zur „Dialog- und Sozialtour“ von Landtags- und Bundestagsfraktion der LINKEN (im Bild Katja Kipping, Jörn Wunderlich und Klaus Tischendorf v.l.) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Klaus Tischendorf, zugleich tourismuspolitischer Sprecher seiner Fraktion:
Zur Kinderarmut, deren Bekämpfung sich die „Dialog- und Sozialtour – für eine neue soziale Idee“ schwerpunktmäßig widmet, gehört auch die mangelnde soziale Teilhabe in den Ferien: Wir wollen, dass allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, Ferienfreizeit ermöglicht wird.
Die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung in Sachsen ist von 1996 bis 2008 auf 42 Prozent zurück gegangen, von 146.000 auf 62.000, die Teilnehmtage sanken sogar auf nur 24 Prozent (von 1,3 Mio. auf 310.000). Deshalb muss der Freistaat Sachsen in einer gemeinsamen Anstrengung mit den Kommunen dafür sorgen, dass allen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an einer mindestens 14-tägigen pädagogisch betreuten Kinder- und Jugenderholungsmaßnahme ermöglicht wird. mehr
Kipping: Bundesregierung verweist Berichte zu halbierter Armut bei Kindern ins Reich der Fabeln – Bildungspaket keine Lösung
Auf der Pressekonferenz von Landtagsfraktion und Bundestagsfraktion der LINKEN zur gemeinsamen „Dialog- und Sozialtour“ in Sachsen erklärt die Dresdner Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Katja Kipping, auch Vorsitzende des Bundestags-Sozialausschusses und stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN:
Gegenwärtig wird in Berichten über eine OECD-Auswertung der Eindruck erweckt, die vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelten Angaben zu Kinderarmut müssten enorm nach unten reduziert werden. Ja sogar von einer Halbierung auf rund 8 % ist die Rede (1). Dieser Eindruck täuscht. Sämtliche in Deutschland nach EU-Standard ermittelten Werte zur Kinderarmut liegen weit über diesen 8 %, nämlich bei 15 % nach dem EU-SILC, 16,4 % nach dem Sozioökonomischen Panel (DIW) und 18,4 % nach dem Mikrozensus. mehr
28.05.2011